Über das Theaterspielen bin ich 1997 zur Bühnenmalerei gekommen. Was ich brauchte, habe ich mir in der Praxis und in Workshops angeeignet — nicht im Studium. Von 2006 bis 2018 verantwortete ich das Bühnenbild der Freilichtbühne am Mangoldfelsen in Donauwörth. Seit 2020 gilt meine Leidenschaft der kleinen Leinwand, seit 2024 in meinem eigenen Atelier.
Ich male hauptsächlich mit Acryl und Kohle. Daneben experimentiere ich mit Pigmenten und gefärbtem Papier für Schichtungen, mit Pasten und Bitumen für Strukturen. Meinen Stil habe ich mir durch dieses Experimentieren selbst erarbeitet und verfeinere ihn kontinuierlich, unter anderem an der Freien Kunstakademie. Er ist geprägt vom Expressionismus und von zeitgenössischer abstrakter Malerei — je nach Gefühl neige ich in die eine oder die andere Richtung.
Erlebnisse, Begegnungen und alltägliche Situationen sind die Quelle meiner Emotionen, die sich auf der Leinwand entfalten. Auch sozialkritische und gesellschaftspolitische Themen verarbeite ich in meinen Bildern. Musik spielt dabei eine große Rolle: Sie triggert bestimmte Emotionen und ebnet ihnen den Weg auf die Leinwand. Meine künstlerische Freiheit sehe ich darin, Gedanken und Emotionen so auszudrücken, dass sie ungefiltert beim Betrachter ankommen — ohne Worte, ohne Kommentar, ohne Zensur.